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Bau einer Sicherungstür

Bau einer Sicherungstür

„Hast du Angst vor Hunden?“

Der Bau einer Sicherungstür für einen Hund

„Hast du Angst vor großen Hunden?“ Fragte mich mein Meister mit einem breiten Grinsen während er eine Mappe in der rechte Hand hielt. „Hunde? Ach quatsch, kein Problem“ antwortete ich mit einem lässigen zwinkern. Und so Begann er, mein erster eigene Auftrag. Der Bau einer Sicherungstür für einen Hund. Fertigung, Einbau und ein hoffentlich glücklicher Kunde. Mein Ziel für die nächsten Tage.

Ich startete mit einem Aufriss, bedeutet eine 1:1 Zeichnung auf einer Platte von meiner zu bauenden Tür. Einer der wichtigsten Schritte vor Beginn des Zuschnittes, denn stimmt dein Aufriss, kannst du jedes Teil einfach auf die Zeichnung legen und siehst ob es passt oder nicht. Geiles Ding, so ein Aufriss. Erspart auf jeden Fall sehr viel Zeit beim nachmessen bzw. sämtlichen Kontrollgängen Arbeitsablaufplan und Materialliste geschrieben, Aufriss gezeichnet und los geht’s mit der Fertigung. Als erstes stand der grob Zuschnitt, abrichten und hobeln auf dem Plan. Alles noch ein wenig größer gelassen, da ich später ja noch schleifen muss. Als nächstes schnitt ich die Gerungen und die unterschiedlichen Winkel meiner Pfeiler zu. Hier vertändelte ich mich ein wenig, da die Tür nicht im 90Grad Winkel zur Wand stand. Dummerweise hab ich beim Grob Zuschnitt solch Fehler nicht mit einberechnet sodass ich einige Stücke komplett neu machen musste, was mir unglaublich viel Zeit raubte. Das merk ich mir definitiv fürs nächste Mal. Das gute alte Probestück. Lieber eins zu viel, als wie ich es hatte, eins zu wenig. Das alles abgeschlossen kam es zu den 3mm Rundungen an den Kanten und das Schleifen der Flächen. Ich denke mal hier könnt ich euch grob vorstellen wie das ganze abläuft. Hier noch ein wenig gebohrt, da noch meine Verbinder für den Rahmen gefräst und schon ging es an die Vormontage in der Werkstatt. Anschlagen der Bänder, anbringen von Magneten zum sicheren Halt und Gummipuffer, die das lautstarke aufeinander Knallen der Rahmen verhindern. Alles fertig bearbeitet und geölt kommt wieder der Aufriss ins Spiel. Die gesamte Tür einmal auf den Aufriss gestellt und siehe da, es passt. Ein Glück, nochmal bauen wäre richtig scheiße gewesen. Die Sicherungstür schön vom Werkstatt staub gereinigt und ordentlich verpackt ging es dann einige Tage später zur Kundin. Man war ich morgens aufgeregt. Wenn da jetzt irgendwas nicht passt, geht das auf jeden Fall auf deine Kappe. Schwirrte mir die ganze Autofahrt durch den Sinn. Bei der Kundin angekommen ging es dann auch eigentlich recht schnell. Meine zwei Pfeiler an den Wangen ausgerichtet, Die Tür ein gehangen und die Baustelle gereinigt und schon war es vollbracht. Die erste eigene Tür, eine problemlose Montage eine sehr freundliche/glückliche Kundin versüßten mir auf jeden Fall den Freitag. Ein wenig Stolz war ich auf dem Rückweg dann irgendwie schon.

Doch was nehme ich aus diesem Auftrag für die Zukunft mit? Wie auch das letzte Mal ärgerte mich die Zeit. Zu langsam. Allerdings muss ich auch ehrlich zugeben, hätte ich alles vielleicht ein wenig intensiver durchdacht und mein Plan etwas ausgeweitet wäre es mit der Zeit vielleicht gar nicht so knapp geworden. Einige grundlegende Schritte und Abläufe sollte ich mir nächste Mal mehr zu Herzen nehmen, denn viele Dinge musste ich leider unnötig doppelt machen. Aber alles in allem bin ich doch sehr zufrieden mit dem Endresultat. Wir haben eine glückliche Kundin, ein glücklichen Nick, also hoffentlich auch ein glücklichen Chef.

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