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Der Grundkurs

3 Wochen werkeln

Internat

Der Grundkurs ist, für jeden der eine Tischler Ausbildung macht, pflicht. Der dauert insgesamt 3 Wochen. Ich hatte das Glück das alle hintereinander waren. So fährt man dann an einem Sonntagabend ins belebte Frankfurter Industriegebiet um sich eins der Internatszimmer zu sichern. Diese sind nicht die schönsten, aber man hat eine eigenes Bad und teilte sich das Zimmer nur mit einem aus dem gleichen Kurs. Also eigentlich auch Leute die man schon kennt.

Das Internat hat ein paar Freizeit Aktivitäten im Angebot, so kann man abends Tischtennis, Billard oder Tischkicker spielen. Ne Küche gibts ,auch aber die ist nicht mal zum Wasser kochen zu gebrauchen. Man bekommt für 50€ die Woche mittelmäßiges Kantinenessen, die Essenszeiten sind nur noch beschissener… Abendbrot zwischen 16:45-17:30…

Der Kurs

Der Kurs fängt jeden Tag um 6:45 an. Man bekommt seinen eigenen Spint und eine Werkbank mit dazugehörigem Werkzeug. Dieses ist vollständig.. Teilweise scharf und teilweise eher nicht.. Man bekommt aber schon am ersten Tag gezeigt wie man jedes Werkzeug schärft somit ist man dann selbst für seine Sachen zuständig. Das einzige was wirklich nicht gut war war die Qualität der Sägen, die waren stumpf und verbogen. Ich war froh das ich aber der zweiten Woche meine eigenen bei hatte.

Sonst ist die werkstatt sehr aufgeräumt wird aber mit der Zeit schnell stickig. Der Lehrmeister ist ein entspannter älterer Herr. Solange man keine große Scheiße baut oder sich wie der letze Mensch anstellt kommt man gut mit ihm klar.

Das Arbeiten

Das Ziel des Kurses ist einen grundlegend auf die Prüfung vorzubereiten. Man geht jede mehr oder weniger wichtige Verbindung zweimal durch. Genauso wie einfaches Hobeln. Für jede Verbindung bekommt man dann eine Note, die am Ende der Woche in eine gesamt Praxisnote zusammen gefasst wird. Dazu kommen noch eine Verhaltensnote und eine Ordnungs und Sauberkeitsnote, diese ist bei jedem eine 2 gewesen, egal ob alle 5 min die Bank gesäubert wurde oder ob man am Ende des Tages 5kg Späne vom tisch schmeißt. Das einzige was überhaupt nicht gerne gesehen wird ist das Abstellen des Hobels auf die Hobelsohle, ich denke wenn man das paar mal macht wird man es schaffen die Sauberkeitsnote auf eine 3 herunter zu bekommen.

Der schräge Kasten

In der zweiten Woche musste man, wenn man denn so schnell war, einen Kasten mit schräger Zinkung herstellen. Man bekommt 2 Kiefernbretter und eine Zeichnung. Alles was nicht auf der Zeichnung steht wird einem erklärt. so Fängt man an alles auf Länge zu schneiden und die Winkel zu bestimmen. Ist alles zugeschnitten kommt die beschissenste Arbeit von allen… Hirnhobeln… Wenn man gut geschnitten hatte brauchte man den Hobeln nicht mal in die Hand nehmen, hatte man aber auf einer Seite 1mm zuviel stehen gelassen, musste man das herunter hobeln. Das ganze dauert wenns blöd läuft erstmal ne halbe Stunde.. für eine Seite und wenn man vier Bretter hat mit jeweils 2 Seiten kann das n ganz schönes Weilchen dauern.

Ist man mit dem allem endlich fertig fängt man an die Zinken anzuzeichen, sie auszuschneiden und letztendlich auszustemmen. Wenn alles gut lief konnte kam  dann den Kasten einfach zusammen stecken, funktionierte bei keinem beim ersten Versuch. Nach n bisschen Nacharbeiten ging´s ans verleimen. Zum Schluss nur noch verputzen und wieder benoten lassen.

Man hat viel in den 3 Wochen gelernt und mitbekommen das man das ganze noch ein paar mal üben muss bevor man es einem Kunden verkaufen könnte. Ich persönlich freue mich schon auf den nächsten Kurs.

Erfahrungen & Bewertungen zu Corpuslinea GmbH & Co. KG