Holzverbindungen

Einfachzinkung

Inhaltsverzeichnis

Im guten alten Tischlerhandwerk ist die Zinkung unerlässlich. Es handelt sich hierbei um eine Kastenverbindung. Man kennt sie auch unter dem Namen Schwalbenschwanzverbindung.

Wie bei allen Holzverbindungen reisst man zuerst an und macht Kreuze auf dem, was abgesägt wird. Nicht zu vergessen: das Tischlerdreieck, sonst drückt der Meister einem direkt ne 6 auf! Dieses ist wichtig, um nachher zu wissen, wie die Teile zusammengesetzt werden sollen.

Dann rechnet man die Breite der Zinken aus (Breite des Holzstücks durch 10 für 4 Zinken) und markiert die Abstände auf der Mitte der Hirnseite. Mit der Zinkenschmiege zeichnet man die Zinken an. Dann sägt man sie, traditionell mit der Gestellsäge oder der japanischen Säge.

Keilförmig sticht man mit Stemmeisen und Klüpfel von beiden Seiten aus, wichtig ist dabei zu hinterstemmen, damit eventuell zurückbleibende Holzspäne später nicht behindern. Der erste Schlag sollte gerade nach unten erfolgen, sodass die Kante nicht einreissen kann, danach beginnt man zu hinterstemmen.

Nun kann es mit den Schwalben weiter gehen. Dazu legt man die Zinken auf das andere Holzstück auf, und überträgt diese, damit es passgenau wird. Einsägen, ausstemmen, und schon kann das Ganze zusammengesteckt werden.

Die Freude, wenn es gut sitzt und aussieht ist schwer zu beschreiben. Oder eben die Unbefriedigung wenn es das nicht tut. Und das dann noch dem Meister zu verklickern… tja, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Von daher- üben, üben, üben.

Autor

Elisa, Azubi

 

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